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1994 bis 1996
1996
Die Arie von der wilden Sau für Tenor und
Klavier
Inhalt und Qualität siehe Überschrift. Mozart hätte dieses
Werk wohl "einen musikalischen Spass" genannt.
Tolkien Visions, Studioproduktion
Keyboards und Gesang: Uwe Ungerer
Texte J. R. R. Tolkien
Hörbeispiele
bei den CDs.
Auf der Grundlage des grossen J. R. R. Tolkien
ist eine Bandbreite unterschiedlichster Instrumental-Kompositionen entstanden,
zu denen mich Romane wie "Der Herr der Ringe" oder "Das
Silmarillion" inspirierten. Ursprünglich waren es 2 CDs, die
ich jedoch 2008 durch Kürzungen in eine CD verwandelte. Gründe
für einige der Kürzungen waren insbesondere zwei Werke, die
ich inzwischen weder als relevant, noch als besonders gelungen betrachtete.
An dieser Stelle einmal eine Kritik, die mich per mail erreichte:
Guten Tag Herr Ungerer!
Ich habe diesen wunderschönen Sonntag genutzt, um mir Ihre 2 Tolkien-Vision
CDs anzuhören und ich kann aufrichtig sagen, das ich von der Musik
sehr begeistert bin. Die instrumentalen Stücke sind sehr mysteriös
und vielseitig und entführen einen wirklich in die Welt von Mittelerde.
Ihre Interpretation des Tolkien-Songbooks gehört zu den besten, die
ich bislang gehört habe. Die Zusammenstellung ist musikalisch und
klanglich ein echtes Meisterwerk und ich bin sehr froh, dass ich sie mir
gekauft habe. Ich besitze inzwischen ca. 60 von Tolkien inspirierte CDs
und Ihre musikalische Interpretation gehört sicher zu den 10 Besten,
die ich kenne. (...) Dennoch ist es doch etwas schade, dass solche grandiosen
Aufnahmen nur auf CDR vorliegen. Deshalb meine Frage: Planen Sie diese
wunderbare Musik auch als Fabrik-Version herauszugeben? (...) Nur ein
Vorschlag aber ich würde mich freuen, eines Tages ihre meisterlichen
Tolkien-Visions als "richtige" CDs in Händen zu halten.
Jetzt wo der Hype wegen den PJ-Filme noch frisch ist, wäre doch ein
guter Zeitpunkt, oder? Oder gibt es diesbezüglich Schwierigkeiten
mit dem Rechterwerb (Stichwort: Tolkien Estate) ? Davon habe ich schon
des öfteren gehört. Auf jedenfall vielen Dank für die wunderschöne
Musik...Namarie
Michael Schwab
Choralfantasie "Der Tag ist nicht mehr fern",
1. Fassung, für Cello, Orgel und Keyboard
Ein Stück das Hoffnung macht. Auffällig ist der sehr gelungene
Schlußsatz, ein Maiestoso von sehr positiver Ausstrahlung. Uraufgeführt
beim "Zellerauer Advent" in Würzburg durch Dimitris Giouseljannis,
Cello, Dagmar Brams, Orgel und Uwe Ungerer, Keyboard
1995
Wenn ich erhöht werde für Sopran, Alt
und Bariton-Solo
Von einfachen, sich immer wiederholenden rhythmischen Motiven auf einer
Tonsilbe begleitet, trägt die Altistin zunächst alleine die
Verszeilen Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu
mir ziehen vor. Viermal schwingen sich im folgenden die drei Stimmen gemeinsam
in großzügigen Melismen in exponierte Lagen empor, wodurch
der Sinn des Textes verdeutlicht wird. Der minimalistische Klangteppich
des Anfangs beschließt auch das Werk. Noten
erhältlich.
Drei Pianos
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Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...) Angeregt von Steve Reichs
"Six Pianos" entstand dieses Stück, jedoch unter anderen
kompositorischen Verfahrensweisen. Minimalismus ist durchaus erkennbar,
aber in keinsterweise konsequent durchgeführt. Wie ein von drei Spielern
improvisiertes Stück sollte es klingen, und dieses Gefühl stellt
sich wohl am ehesten im langsamen 2. Satz ein. Dieser 2. Satz spielt sich
lediglich auf weißen Tasten ab - eine Idee, die schon Schostakowitsch
in seinen Präludien und Fugen verwirklichte. Die Form ist sehr traditionell
(schnell-langsam-schnell) und endet mehr als überschwänglich
in einem Allegro furioso! (...)
Alles hat seine Zeit
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Eine Kurzkantate für Tenor und Klavier
Ende 1994 gab der Tenor Henning Klocke mir einen Textabschnitt aus dem
Buch der Prediger sowie ein Naturgedicht mit der Bitte, diese Texte zu
vertonen. Daraus entstanden diese Kurzkantate und das Lied Der Weiher
(s.u.). Ich gliederte den Bibeltext in verschiedene Teile, die man duchaus
mit dem barocken Kantatenschema (abwechselnd rezitative und ariose Abschnitte)
vergleichen kann. Der sehr anspruchsvolle Gesangspart und die gewagte,
aber trotzdem ansprechende Musik (Rhythmik und Akkordik!) des detailfreudigen
Klavierpartes verfolgen und interpretieren den Textgehalt auf sehr individuelle
kompositionstechnische Weise, die dennoch nicht konstruiert wirkt, sondern
sehr emotional empfunden ist.
Traum-Theater
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Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...)Verrückte Rhythmen und
Arrangements, "abgedrehte" Sounds, kaum nachvollziehbare Melodien
und Grooves, beginnt dieses Stück chaotisch und endet im Desaster!
Ein wahrer Feuerwerkszirkus von Verrücktheiten! Die Band Dream Theater
stand hierfür Pate und gab dem Werk die nötigen Impulse.(...)
Mit dem 2008 entstandenen Musical Traum-Theater hat dieses Werk nichts
zu tun.
Erhältlich
auf CD.
Nightmare before Christmas
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Studioproduktion (Keyboards)
Das nachdenkliche, deprimierende und kaum leicht konsumierbare Werk entstand
unter dem Eindruck einer kaputt gegangenen Beziehung und hat mit dem gleichnamigen
Animationsfilm nichts zu tun. Es gibt eben verschiedene Arten von Albträumen!
Leon ![]()
Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...)Inspiriert vom gleichnamigen
Film von Luc Besson (Die Musik hat aber nichts Programmatisches an sich!),
ist dies ein Versuch, Stimmungen zu erzeugen. Jazz Light könnte man
es durchaus nennen. Der Anfang ging auch als Begleitmusik in die Weihnachtspopkantate
ein - auch unter der Bezeichnung "Stimmung 1".(...)
Erhältlich
auf CD.
Der Weiher
Lied für Tenor und Klavier
Nach einem skandinavischen Gedicht, das die friedliche Stimmung eines
Heidebildes am Morgen in zarten, filigranen Worten einfängt, entstand
dieses Kunstlied.
Melancholie
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Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...)Schlichtheit, sparsamer Umgang
mit Themen, Motiven und dem Einsatz geringer instrumentaler Mittel waren
meine Intention und Voraussetzung zur Komposition dieses sehr persönlichen
Werkes. Dabei ist der Begriff "Bewegung, wo scheinbare Ruhe ist"
eine wichtige Komponente, denn in vielen meiner Stücke (...) herrscht
oberflächlich gesehen Ruhe, ja fast schon Stillstand vor, was jedoch
durchsetzt ist von Bewegung (Melancholie: Harfe als treibender Motor im
ersten Part...), die eine scheinbare Ruhe suggeriert. Wenn ich diesen
"unsichtbaren Motor" in Gang setze, ist da sicherlich auch immer
ein Stück von mir persönlich enthalten. Zwei Teile daraus sind
auch als Begleitmusik in die Weihnachtspopkantate eingegangen(...)
Und zur Ergänzung: Wie viele meiner Keyboardwerke, so diente mir
auch die "Melancholie" als Melodienschatz für meine späteren
Kinder- und Jugendmusicals. So adaptierte ich den Part 1 für mein
Musical Die Stimme der Muyen, wo er als Arie der Muyen Eingang fand.
Erhältlich auf CD.
Jesaia 53 "Siehe, das ist Gotteslamm"
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für Bariton und Keyboard (oder Orgel)
Der Aufbau dieses Werkes wird durch ein Vers-Refrainschema bestimmt. Nach
einem Intro setzt die Singstimme mit dem Text Er war der Allerverachtetste
und Unwerteste voller Schmerzen und Krankheit ein, begleitet von melancholischen
Mollklängen, erzeugt durch einen Keyboard-Combisound aus Harfe und
Streicher (A). Im sog. Refrain Siehe, das ist Gotteslamm wechselt die
Begleitung wie selbstverständlich in ein sphärisch klingendes
und berauschendes Ges-Dur (B). Die Melodiebögen der Gesangsstimme
sind jetzt weiträumiger, getragener und gelangen hier zu ihrem Höhepunkt.
Im C-Abschnitt Fürwahr er trug unsere Krankheit fällt die Begleitung
wie der Gesang sehr akzentuiert und hart aus. Dreimal erklingen die Teile
A, B, C hintereinander, bis das Stück vermeintlich ruhig, doch mit
Anklängen an die Harmonik des A-Abschnittes ausklingt. Dadurch entsteht
ein fahler Nachgeschmack.
Macht hoch die Tür
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für 4-6stimmigen gemischten Chor a capella
Komponiert für den Gemischten Chor Neuendettelsau, der dieses romantische
und für den Laienchor enorm schwierige Stück zur Aufführung
brachte. Der Text ist die erste Strophe des bekannten Gesangbuchliedes.
Xmas One , Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...)Weihnachtsmusik ist wohl etwas
übertrieben gesagt, denn eine "weihnachtliche Verklärtheit"
ist doch nur scheinbar vorhanden. Im langsamen Einleitungsteil glaubt
man nie genau zu wissen, wie der harmonische und melodische Fortgang funktioniert.
Erst nach oftmaligem Hören erschließt sich einem so etwas wie
ein System. Der schnelle Mittelteil läßt groovige, jazzige
und popige Elemente zusammenfließen. Mit Weihnachten hat das wohl
wenig zu tun, aber es geht auch hier nicht um die "Engel des Herrn",
als vielmehr um eine (innere) Unruhe, die selbst so ein Fest wie Weihnachten
nicht abstellen kann.(...)
Erhältlich auf CD.
Xmas Two ![]()
Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...) Elemente, die schon in den
vorangegangenen Stücken festzustellen sind, habe ich auch hier -
vielleicht noch extremer als in "Melancholie" ... - aufgegriffen.
Philip Glass und andere Minimalisten standen Pate für diese weihnachtliche
Klangorgie.(...) Teile von Xmas Two gingen als Ideengeber und harmonische
oder auch melodische Basis in mein Musical "Das Wasser des Lebens"
ein.
Erhältlich
auf CD.
Weihnachtspopkantate "...und Friede auf Erden",
1. Fassung, für Chor, Solo-Stimmen und Keyboards
Uraufgeführt vom Neuendettelsauer Gesangverein unter Mitwirkung von
Rebecca Backus (Solo-Sopran) und Reinhard Geuder (Evangelist)
1994
Ihr Mädchen, Seufzen sei verbannt, für
Frauenchor und Klavier
Text: deutsche Übersetzung des Shakespeare-Textes Sigh no more, ladies,
sigh no more aus "Much Ado about Nothing" (Viel Lärm um
Nichts)
Vangelesk ![]()
Studioproduktion (Keyboards)
Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...) Wie der Titel schon verrät,
handelt es sich um ein von der Art der Ausführung den Werken Vangelis´ähnliches
und angelehntes Stück, welches auch als Begleitmusik in die Weihnachtspopkantate
eingegangen ist. Es ist aber auch eine Verbeugung vor dem großen
Keyboardmeister und eine Hommage an den Komponisten Vangelis.(...)
Erhältlich
auf CD.
Now I´ts Dark, Studioproduktion
Keyboards, Samples und Gesang: ich
Mix: Wave Sound Studio Jossa, Gerhard Ziegler
Das Stück "Now It´s Dark" war bis dato das aufwendigste
Studio-Werk, das ich je produziert hatte, inzwischen nur von der "Mondnacht"
übertroffen. Neben der Tatsache, dass dieses Epos über zwanzig
Minuten dauert, beinhaltet es auch eine Fülle von Samples und Original-Tonspurfragmenten
aus "Blue Velvet", einem Film von David Lynch. Aus diesem Film
stammt auch der Titel: Now It´s Dark. Zudem gab es eine Menge zusätzlicher
Gesangs- und Backgroundtonspuren, die nötig waren, um all die Emotionen
auszudrücken zu können, die ich mit diesem Stück damals
verband. Hörbeispiele
bei den CDs. Erhältlich auf CD.
It´s O.K.! Studioproduktion – CD-Album
Keyboards, Samples und Gesang: ich
Einige Keyboardworks, die inhaltlich und thematisch zusammenpassten, vereinte
ich zum Konzept-Album It´s OK!, das einige herausragende Keyboardworks
beinhaltete. Ende 1994 wurde die Idee wieder verworfen und erst zwei Jahre
später erneut aufgegriffen, diesmal mit dem Titel: It once was bright
- now It´s dark. Das ursprünglich geplante Konzeptalbum ist
mit Abstrichen (z.B. ohne Milesdesk u. The Long Way) also doch noch entstanden.
Hörbeispiele
bei den CDs
Die wichtigsten Stücke des ursprünglichen
und des letztlich entstandenen Albums:
Now It´s Dark
Milesdesk – Zu diesem Stück schrieb ich 1996: ...Bewegung und
nochmals Bewegung. Ein zehnminütiger Jazz-Orgasmus sollte es werden,
und ich denke, es kommt schon ganz gut hin! Die percussiven Elemente habe
ich bis zum Exzess ausgereizt, und die Unspielbarkeit meiner Schlagzeugarrangements
ist hier ausnahmsweise voll beabsichtigt. Aber auch die "milesdesken"
Improvisationen entbehren jeglicher Realität. Das ist einfach nur
Keyboardmusik, für eine Band nicht realisierbar. Zum anderen eine
Hommage an den größten aller Jazz-Giganten: Miles Davis!(...)
Manche dieser Aussagen kann ich heute im Jahr 2008 nicht mehr ganz unterstreichen,
und dennoch ist und bleibt es eines meiner Lieblingskeyboardworks!
The Long Way – Zu diesem Stück schrieb ich 1996: (...)Ein langer
Weg bis zum Glück. Ein Thema, das mich auch jetzt noch beschäftigt.
Jazzig, poppig und ziemlich "abgefahren", in großen und
ganzen nicht das Gefühl erweckend, dem Glück schon ein Stück
näher gekommen zu sein.(...)
Crazzzy
It´s OK!
Intro
Ballade u.a.
Erhältlich
auf CD.
Psalm 62 "Stille zu Gott"
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2. Fassung, für Sopran, kleine Trompete und
Streichorchester
Als Auftragskomposition schrieb ich dieses Werk für das Vaihinger
Kammerorchester, welches es im Juni 1994 unter meiner Leitung auch uraufführte.
Die Solistin war damals Rebecca Backus.

